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 Dies und Das aus Tel Aviv-Yafo

Über Tel Aviv gibt es viel zu berichten, denn es ist eine Stadt, von der man sagt, dass sie nie schläft. Mit kurzen Beiträgen aus der Stadt am Meer geben wir Einblicke in das städtische Geschehen.

Bauhaus #itsalldesign

Im Tel Aviv Museum of Art ist gerade die neue Ausstellung „Bauhaus #itsalldesign eröffnet worden. Während Tel Aviv primär für Bauhaus im Architekturbereich berühmt ist, so hat der Stil, der auf der Bauhaus Schule (1919-1933) beruht, bis heute wesentlich weitreichendere Einflüsse auf die Bereiche Design, Industrie, Mode und Kunst.

Jaffa (8)Diese Ausstellung präsentiert sowohl Arbeiten von Bauhaus-Vorreitern wie Oskar Schlemmer und Walter Gropius als auch zeitgenössischen Interpreten Thomas Lommée oder Konstantin Grcic.

Die Ausstellung im Tel Aviv Museum of Art ist bis zum 7. Januar  2017 geöffnet.
Quelle: Zwischenzeilen der DIG

 

Tel Aviv – Hauptstadt für Vegetarier

Welche ist die beste Stadt für Vegetarier? Das Reisemagazin Conde Nast Traveler meint überzeugt: Tel Aviv. Als ‚Hauptstadt für vegetarisches Essen‘ verfügt es über eine „beeindruckende Menge an gemüse-orientierten Restaurants“. Zudem sind vielerorts auch Veganer- oder Vegetarier-freundliche Menüs in fleischservierenden Einrichtungen erhältlich.
Karmel-Markt (5)

Mit dieser Einschätzung ehrte das Magazin nicht als erstes Tel Aviv für seinen Erfolg im Errichten eines Veggi-Marktes. Bereits vergangenen Frühling bezeichnete Daily Meal die Stadt als Top-veganes Reiseziel der Welt, noch vor New York, Portland und Berlin.

„Es ist einfach zu verstehen, warum die Mehrheit der unter 30-Jährigen mit ihren modernen westlichen Einstellungen zu gutem Essen von veganer und vegetarischer Kost angezogen werden – entweder aus ideellen oder wirtschaftlichen Gründen“, kommentierte Miriam Kresh, eine israelische Food-Bloggerin. „ Junge Köche kommen von Auslandreisen zurück und beeinflussen wie Israelis Essen betrachten, mit dem Schwerpunkt auf mehr und mehr vegetarischen Optionen.“ Auch das vielfältige Angebot von vegetarischen Lokalen und Märkten, mache diese Ernährungsweise einfach. Doch bei der großen Auswahl an vegetarischen Menüs endet es nicht, Tel Aviver Köche verstehen es außerdem, die Mahlzeit für das Auge attraktiv zuzubereiten.

(Quelle:  Grapevine, 12.11.2015)

Tel Aviv zählt zu den zehn schönsten am Meer gelegenen  Städten weltweit

Einer Veröffentlichung des National Geographic zufolge, zählt Tel Aviv zu den zehn schönsten am Meer gelegenen Städten weltweit. Auf der Webseite des National Geographic wurden Städte von San Diego, über Tallinn, St. John`s, Marseille, Perth, Brisbane, Durban, Wladiwostok bis Portland zusammengestellt, bei denen „das funkelnde Meerespanorama den Hintergrund und den Rhythmus dieser am Meer gelegenen städtischen Mekkas“ gibt.

Die Stadt Tel Aviv-Jaffo hat fast 14 Kilometer Strand und 13 Strände entlang seiner Küste zu bieten, an der sich Liegestühle, Restaurants, Bars, Turngeräte, Kinderspielplätze und eine Promenade finden, die durchgängig für Spaziergänger, Jogger und Radler zugänglich ist. Tel Aviv wird nicht umsonst „the city that doesn`t sleep“ genannt: tagsüber blühen die Restaurants und Eiscafés, nachts schlägt die Stunde der Pubs, Discos und Jazz Clubs, so dass die Besucher und Einwohner Tel Avivs rund um die Uhr Zerstreuung finden – neben dem obligatorischen Matkot-Spiel (eine Art Strandtennis mit Holzschlägern) und anderen Strandvergnügungen.Tel Aviv. fotoTourismusministerium
Vier der Strände, Tzuk, Nord-Tzuk, Metzizim und Hilton, sind barrierefrei zugänglich (alle im Norden gelegen), und natürlich gehören auch Rettungsschwimmer, Umkleiden und Duschen zur Ausstattung der Strände.

(Quelle: Newsletter der israelischen Botshaft)

Tel Aviv gewinnt World Smart Cities Award 2014

Gleich aus mehreren Gründen hat sich die weiße Stadt in Israel beim Smart City Expo
World Kongress in Barcelona gegen 250 Mitbewerber durchsetzen können: Die
Lebensqualität ist hoch, das Umfeld für Unternehmer gut, die Stadtverwaltung setzt
sich für neue Technologien ein und stellt für die Bevölkerung nicht nur kostenloses
W-Lan auf den Straßen und am Strand zur Verfügung, sondern startete erfolgreich
die ‚Digi-Tel‘ Plattform: Bürger können sich registrieren und werden über Aktuelles
und Interessantes per Nachricht aufs Mobiltelefon informiert. Die Digi-Tel Idee
umfasst sowohl Straßensperrungen oder Staus, die den Nutzer betreffen, wie auch
Zahlungserinnerungen oder Anmeldefristen für städtische Angelegenheiten.
Weitere Gründe für die Jury, sich für Tel Aviv zu entscheiden, sind die
Gemeinschaftsgärten, Jugendzentren, aktive Mitbeteiligung der Bürger im Bereich
Kultur und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, wie etwa mit den Tel-OFun-
Mietfahrrädern.
Bürgermeister Ron Huldai freut sich besonders über die Anerkennung für die
städtischen Bemühungen im Bereich Technologie und Kreativität in seiner Stadt.

aus: Zwischenzeilen Nr. 48/2014

Busbahnhof als eigene Welt

Das Wort Busbahnhof weckt bei den Einwohnern europäischer Großstädte eine bestimmte Vorstellung mit ordentlich geparkten Bussen auf Busbahnsteigen. Wer sich dem zweitgrößten Busbahnhof der Welt (der größte ist in Neu Dheli) in Tel Aviv nähert, steht vor einem achtstöckigen Gebäude, dessen Ausmaße gar nicht abzuschätzen sind. Auf den ersten und auch auf den zweiten Blick hat es nichts mit einem europäischen Busbahnhof gemein. Ordentlich numerierte, aufeinander folgende Eingänge mit Einlassschranken im Erdgeschoss legen den Verdacht nahe, dass es sich um Zugänge zu den Bussen handelt. Irgendein Hinweis? Fehlanzeige. Busbahnhof Tel AvivSpätestens beim Betreten des Gebäudes verflüchtig sich jeder Gedanke an Busse und Haltestellen. Dem Touristen öffnet sich auf mehreren Etagen ein ganz eigener Kosmos, der an nichts Vergleichbares erinnert. Verschlungene Gänge präsentieren einen überdimensionierten orientalisch bis asiatisch anmutenden Basar, dessen exotische Vielfalt den Gedanken an Busse völlig ad absurdum führt und den Touristen in seinen Bann schlägt.
Wer sich nicht entmutigen lässt und trotzdem nach den versprochenen Fahrzeugen sucht, landet unter Umständen in einem Teil des riesigen Komplexes, der ganz plötzlich erschreckend menschenleer ist. Letzte Station in einem der oberen Stockwerke ist ein Tattoo-Laden, danach öffnen sich dunkle, leere Gänge, die man lieber gleich verlässt. Beim näheren Hinsehen und sicher eine halbe Stunde später nach vielen Irrgängen entdeckt der Suchende, dass sich zwischen den grellbunten Basarangeboten Arztpraxen, Infoschalter, Theater, juristische Beratungsstellen und sogar Kirchen befinden. Wer immer noch nicht aufgegeben hat, findet mit der freundlichen Hilfe eines Basaranbieters vielleicht doch noch zu den Bussen, die auf Rampen außerhalb des Komplexes auf die Abfahrt warten. Auf die vorsichtige Bemerkung, dass das alles für einen Touristen eher verwirrend ist, lautet die kurze, aber freundliche Antwort: Welcome to Israel.

Wer sich dort nicht allein verirren will, hat jetzt die Chance einer geführten Tour mit der Organisation „CTLV“, die Stadtrundgänge mit Sicht auf ungewöhnliche Entdeckungen anbietet. Infos zu angebotenen Touren (auf englisch) auf der Webseite
http://ctlv.org.il/?lang=en
Bild: Wikileak commons

Ariel Sharon Park nahe Tel Aviv eröffnet

Wo früher ein 60-Meter hoher Müllberg war, kann man heute Velo fahren, Vögel beobachten, picknicken, am See sitzen oder einfach den 360 Grad Blick auf Tel Aviv genießen: Der kürzlich eingeweihte Ariel Sharon Park wurde bereits seit mehreren Jahren gebaut und wird, nachdem der Bau komplett abgeschlossen ist, drei Mal so groß wie der Central Park in New York sein. Ariel Sharon ParkDie Hiriya Mülldeponie war bisher vor allem als Schandfleck bekannt. Sie wurde seit den 50er Jahren als Müllhalde genutzt – der Abfall zog zeitweise tausende Vögel an, die für Flugzeuge, die am Ben Gurion Flughafen landen wollten, schließlich sogar zu einem ernsten Problem wurden. Der Ariel Sharon Park wurde in Gegenwart der Enkelkindern des kürzlich verstorbenen ehemaligen
Premierministers eingeweiht. Sie haben auch mehrere junge Bäume von dem Bauernhof Sharons eingepflanzt

Quelle: Zwischenzeilen der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.
Bild: commons.wikimedia.org

Ron Huldai bleibt Bürgermeister von Tel Aviv

Ron Huldai, der Bürgermeister von Tel Aviv, wurde mit 53 Prozent der Stimmen bei der Kommunalwahl in seinem Amt als Bürgermeister bestätigt. Freiburgs Bürgermeister, Dr. Dieter Salomon, gratulierte Huldai zu seiner Wiederwahl in eine vierte Amtszeit.
Siehe Artikel in der Badischen Zeitung:
Glückwünsche für Tel Avis OB (veröffentlicht am Fr, 25. Oktober 2013 auf badische-zeitung.de)

Bayern in Tel Aviv

Nicht nur studierte Juristen aus Deutschland, wie der nach Israel ausgewanderte und zum erfolgreichen Koch mutierte Tom Franz, bereichern die israelische Küche. Jetzt hat mitten in Tel Aviv das erste bayerische Restaurant Israels  seine Pforten geöffnet.  Dort kann der Gast nicht nur eine zünftige Maß zu sich nehmen, sondern auch Schweinshaxe, Obazda und Schnitzel essen. Die Brasserie „Bayern“,  in hebräischer Schrift  gestaltet, bietet an der Frishman – Ecke Sirkinstraße deutsch-österreichische  Spezialitäten an, begleitet von einer großen Auswahl deutscher Biersorten. Na dann, prost!
Quelle: Jüdische Allgemeine

Israels erster internationaler Radiosender ist in
Tel Aviv zu Hause

In Tel Aviv, konkret im umgestalteten, ehemaligen Hafen von Jaffa, senden seit kurzem  die „i24news“, Israels erster internationaler Nachrichtensender. Rund 150 Journalisten arbeiten rund um die Uhr, um Nachrichtensendungen auf Englisch, Französisch und Arabisch zu produzieren. Warum  nicht in Hebräisch? Zielgruppe sind Zuhörer außerhalb der Grenzen Israels mit dem ambitionierten Ziel, es mit CNN, BBC und Al Jazeeera  aufzunehmen.
Quelle: Tablet Magazine

Tel Aviv ist weltweit die Nummer zwei für Startups

Der Boston Globe, eine der wichtigsten Zeitungen in den USA, hat Tel Aviv zur weltweit zweitbesten Stadt für technische Startups erklärt – nach Silicon Valley in Kalifornien.
Die Liste der führenden High-Tech-Orte auf der ganzen Welt wurde mithilfe von Startup Genome erstellt. Demnach steht Tel Aviv noch vor New York, das nur den fünften Platz belegt, und Los Angeles (dritter Platz) und London (siebter Platz). Jaffa (8)
Acht Faktoren wurden bei der Festlegung der Rangliste berücksichtigt: die Gesamtaktivität von Unternehmen in der Region, die Höhe des vorhandenen Risikokapitals, die Gesamtleistung und das Leistungspotential, die Risikobereitschaft der Gründer, die Fähigkeit, neue Technologien aufzunehmen, die Qualität des Unterstützernetzwerkes, Talent und Unterschiede zum Silicon Valley.
Tel Aviv hat demzufolge die höchste Dichte von technischen Startups weltweit. Im Jahr 2009 fanden sich 63 israelische Unternehmen auf der Liste der NASDAQ, mehr als aus Europa, Japan, Korea, Indien und China zusammen. Trotz des Erfolges liegen die Startups hinsichtlich der Aufnahme neuer Technologien, wie z.B. Programmiersprachen, noch unter dem Durchschnitt. Startup Genome rechnet damit, dass die Stadt eine Nische und Drehscheibe der Region wird, aber kein globales Kraftwerk wie Silicon Valley.

Quelle: Ynet/ Botschaft des Staates Israel, 11.08.13

Eröffnung des Bronfman-Auditoriums

Pünktlich zum Beginn des Monats Juni 2013 ist das Israel Philharmonic Orchestra in das für mehr als 140 Millionen Schekel runderneuerte ehemalige Mann-Auditorium eingezogen. Ziel der Sanierung war eine deutlich verbesserte Akustik. sowie die Erfüllung neuer Sicherheitsbestimmungen. IMG_3313

Zudem wird nun aus dem Mann-Auditorium ein Bronfman-Auditorium. Das anspruchsvolle Konzerthaus mit 2.500 Plätzen trägt den neuen Namen, um eine millionenschwere Spende des kanadischen Millionärs zu würdigen. Ein tiefer gelegter, kunstvoll gestalteter Gartenvorplatzplatz verstärkt den festlichen Eindruck  des Auditoriums.

Quelle: SZ

 Tierisches aus Tel Aviv

 Im Zoo von Tel Aviv haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einer unkonventionellen Methode gegriffen, um den 14 Jahre alten Sumatra-Tiger gesund zu machen. Nachdem die üblichen Therapien wie die Behandlung mit Antibiotika bei seiner chronischen Ohrentzündung versagt hatten, griffen die Veterinäre zur Nadel, genau gesagt zur Akkupunktur. Dadurch sollen das Immunsystem gestärkt sowie die Ohrkanäle für die Aufnahme von Antibiotika besser vorbereitet werden. Ob die Behandlung erfolgreich verläuft, ist noch nicht absehbar. Quelle: Ha’aretz

Initiative für Busse am Shabbat

Anders als in Freiburg und anderen deutschen Städten am Sonntag fahren in Tel Aviv keine Busse am Shabbat. Nachdem es teilweise zu Demonstrationen gegen diesen lückenhaften ÖPNV gab, beauftragte der Bürgermeister von Tel Aviv, Ron Huldai, das Verkehrsministerium, sich darum zu kümmern, dass die Bürgerinnen und Bürger von Tel Aviv auch am Shabbat ohne Auto von einem Ort zum anderen kommen. Mit seiner Unterstützung der Kampagne für einen ÖPNV am Shabbat wies der Bürgermeister zugleich auf die Umweltfreundlichkeit des öffentlichen Nahverkehrs.

 

Tel Aviv-Webseite auch auf Deutsch

Das Tourismus-Ministerium, die Stadt Tel Aviv und die Tel Aviver Hotelvereinigung haben eine deutsche Tel Aviv-Webseite in Netz gestellt. Die Initiative, die unter anderem in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der schwul-lesbischen Community entstanden ist, informiert Touristen über die vielen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Events in der Stadt.

Die aktuelle Seite informiert zudem über die neueste Initiative der Stadt Tel Aviv: Nach denm Vorbild von Jerusalem und Haifa haben die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Touristen in der ganzen Stadt freien Zugang zum WLAN.

Die Seite informiert außerdem zum Tel Aviver Nachtleben, Restaurants, Museen und vieles mehr. Zur neuen Tel Aviv-Seite geht es über: www.visit-tel-aviv-yafo.com

(Ynet 04.02.2013)

 

Mehr Fahrradfahrer in Tel Aviv

Die Zahl der Radfahrer in Tel Aviv ist seit 2010 um 54 Prozent gestiegen. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Umfrage hervor. Schätzungen zufolge nutzen demnach 18.000 Einwohnerinnen und Einwohner Fahrräder, um zur Arbeit oder zur Schule zu gelangen. Vor zwei Jahren waren es lediglich 12.000.

Damit fahren nun 14 Prozent Tel Aviver regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit oder Schule. Es bestehen allerdings große Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen: Am sportlichsten sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt und Süd-Tel Avivs mit 23 Prozent.

(Haaretz)

Maccabi Tel Aviv holt die Meisterschaft

Nach einem titellosen Jahrzehnt hat der Fußballverein Maccabi aus Tel Aviv erstmals wieder die Meisterschaft in „Ligat ha-Al“, der israelischen Fußball-Nationalliga,  erlangt. Das Team besiegte Ramat ha-Sharon mit 2:0 und liegt damit vor Saisonende 13 Punkte vor dem Tabellenzweiten Maccabi Haifa. Trotz der zehnjährigen Durststrecke bleiben die Tel Aviver der erfolgreichste israelische Verein.

(Haaretz 22.04.2013)

 

Der erste Kibbutz deutscher Juden in Israel hat seinen Ursprung in Kirchzarten

Im September vergangenen Jahres informierte der Freiburger Ruben Frankenstein den Bürgermeister der Stadt Freiburg, Dr. Dieter Salomon, dass im Kunstmuseum von Tel Aviv eine Ausstellung mit den Glasfenstern des Künstlers Friedrich Adler geplant ist. Das Besondere an dieser Ausstellung ist die Geschichte dieser Glasfenster, die Frankenstein ausführlich recherchiert hat.

Der Markenhof in Burg am Wald bei Kirchzarten war der erste Kibbutz in Deutschland. Der 1913 von Mönchen-Gladbach in die Mozartstraße nach Freiburg gezogene jüdische Ingenieur Konrad Goldmann war von der Idee des Zionismus stark angetan und kaufte deshalb im Jahr 1919 den Markenhof, um dort jüdische Auswanderer auf die landwirtschaftliche Arbeit im damals britischen Mandatsgebiet Palästina vorzubereiten. Die Juden, die auf dem Markenhof lernten, waren säkular. Goldmann ließ dennoch eine Synagoge bauen, weil auf dem Hof auch sein streng religiöser Bruder lebte. Die Synagoge bekam kunstvolle Glasfenster, die die 12 Stämme Israels darstellten und vom jüdischen Künstler Friedrich Adler aus Laupheim gestaltet wurden.

Auf Grund großer finanzieller Schwierigkeiten musste Goldmann den Markenhof 1931 verkaufen. Die letzte Gruppe der Auswanderer nahm offenbar die kunstvollen Glasfenster von Friedrich Adler mit und übergab sie an den Bürgermeister von Tel Aviv, Meir Dizengoff, der ihren Einbau mit Erwähnung des Freiburger Spenders Konrad Goldmann in seinem Haus, das später im Tel Aviv Museum of Arts aufging, veranlasste. Die Glasfenster aus der Freiburger Region wurden somit Zeugen der Gründung des Staates Israel. (Informationen aus „Badische Heimat, 2/2000“)

 

 

 

 

 

 

 

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